Häuserschlucht

Es machte keinen Sinn. Widerstand ist zwecklos. Ich schlich die letzten Tage unentwegt von Webseite zu Webseite verschiedenster Online-Kamerahändler, bis ich beschloß, dass es reicht. Und einem lokalen Händler eine Email mit einer Preisanfrage schickte. Der Preis war gut, und meine Laune ist es jetzt auch.

Fujifilm X-Pro 3 mit XF 23mm R WR
1/320 sec | f/4,0 | ISO 200

2022-02-16

Modellwahl

Wie ich letzten Sonntag bereits erwähnt hatte, bin ich mir mit der Entscheidungsfindung hinsichtlich Kameras noch nicht ganz im Klaren, ob ich alles richtig gemacht habe, oder ob ob… ihr wisst schon, Weiden, grünes Gras, Mütter und schöne Töchter.

Eine attraktive Idee, um Objektivwechsel bei Wind & Wetter zu vermeiden, wäre ja eine zweite Kamera. Aber da Sony-Kameras irgendwie alle ziemlich teuer sind, mir gleichzeitig aber keine außer der α7C wirklich gefällt, wäre eine APSC-Kamera gewesen, z.B. die α6600. Bis ich mich auf Youtube etwas umgeschaut habe, was von der Benutzung von Vollformatobjektiven an APSC-Kameras zu halten ist. Vielleicht also besser doch nicht.

Anna recherchierte dann gestern noch ein wenig und fand einige Tests, die Gutes zur Fujifilm X-T3 zu sagen hatten - nachdem das ja eines der Modelle war, auf die ich ein Auge geworfen hatte. Heute Vormittag hatte ich dann nochmal geschaut, wo ich sie günstig finde - zumindest nicht bei dem favorisierten lokalen Kamerafachgeschäft, so schade ich das finde. Es wurde dann nochmals €100 günstiger, da noch eine Cashback-Aktion läuft, was um so besser ist. Eine schöne Linse dazu, und Ende der Woche werde ich mehr dazu sagen können.

Warum nicht die X-T4? Ja, sie hat IBIS und sie hat einen größeren Akku, und eine Menge Video-specs. Letztere brauche ich nicht, der größeren Akku ist nett, aber auch eher beim Video filmen benötigt. Und anstelle von IBIS gibt es auch OIS in Objektiven. Auch wenn ausgerechnet das ausgesuchte erste kein OIS hat. Auf der anderen Seite hat die X-T3 ein Stellrad, das günstiger mit Belichtungsmessmodo belegt ist, und vor allem: sie hat keinen dämlichen Vlogger-tilty-flippy-screen, sondern einen hinten stabil nach oben, unten und auch im Hochformat klappbaren Bildschirm. Meiner Meinung nach die wesentlich bessere Lösung.

Die aktuell voraussichtlich bis Ende März nicht lieferbare X100V und vor allem die X-Pro 3 reizen mich weiterhin, aber das hat Zeit. Sofern weitere Tests positiv und vielversprechend verlaufen.

Ich werde weiter berichten.

2022-02-07

Sonntagsspaziergang

Eigentlich war der Plan für heute gewesen, dass ich mich des Rückrades meines DF annehmen wollte. Mal die Achse ziehen und das Rad auf Spiel überprüfen, ob die Ritzelelemente der Cassette fest angezogen sind.

Und dann war das Wetter so schön, blauer Himmel und wirklich dramatische Wolken, dass wir doch mit dem Bus bis Litzelstetten gefahren sind, um von dort aus zurück nach Hause zu laufen, ein wenig die Kameras Gassi führen.

Sony ILCE-7C mit FE 24mm F2.8 G
1/160 sec | f/11 | ISO 100

Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, dass man grundsätzlich das falsche Objektiv an der Kamera hat, vor allem dann, wenn man mit den Festbrennweiten unterwegs ist. Nachdem ich gestern etwas Probleme mit ständig unscharf fokussierten Möwen hatte, hatte ich heute ganz bewusst manuell photographiert und darum eben auch die erwähnten Festbrennweiten präferiert. Nicht ausschließlich, aber so hatte ich eben nur das Telezoom dabei, nicht aber das Weitwinkelzoom. So war ich ziemlich neidisch auf meine bessere Hälfte, die letzte Woche unheimlich Glück gehabt und ein günstiges Gebrauchtschnäppchen gefunden hatte - ein zweites Gehäuse, eine Nikon D850 - genau das, was sie gesucht hatte.

Ein zweites Gehäuse hätte ich mir auch gewünscht, an einem ein Tele, an dem anderen ein Weitwinkel. Hach… Zugegebenerweise hatte ich die letzten Tage bereits über den Gartenzaun geschaut und unzählige Youtubevideos geschaut. Um es jedoch unnötig kompliziert zu machen, nicht von einem Sony Modell, sondern von der Fujifilm X-Pro 3. Mit ist bewusst, dass das auf lauter neue Objektive hinauslaufen würde, ja. Vollkommen bescheuert, aber…

In den Ebay-Kleinanzeigen hatte ich bereits eine sehr günstige gefunden, deren Verkäufer ich nach Ankunft zuhause auch angeschrieben hatte - aber die Kamera war gerade verkauft worden. Ich sollte es mir wohl noch etwas überlegen.

Amüsanterweise hatte ich mir heute Vormittag meine alte Fujifilm X20 angeschaut, eine Kompaktkamera von 2013. Ich hatte Samstag gerade noch eine X-Pro 3 und eine XT-4 in der Hand gehabt, um so faszinierender fand ich es, wie ähnlich diese 6-8 Jahre später auf den Markt gekommenen Modelle diesem Ahnen sind, vom ganzen Design, den Bedienelementen bis zur Software, allem voran das Q-Menü. Das fällt mir natürlich nur so sehr auf, weil ich keinen Vergleich habe, weil ich gar keine anderen Modelle kenne.

Zurück zum Spaziergang… Manchmal laufen einem dabei andere Spaziergänger vor die Kamera:

Sony ILCE-7C mit FE 24mm F2.8 G
1/40 sec | f/16 | ISO 100

2022-01-30

Nachtaufnahmen

Zu Weihnachten hatten wir einen Gutschein für Tickets zum Christmas Garden auf der Insel Mainau geschenkt bekommen. Die Voraussetzungen dafür waren nicht gut – mit der Corona-Situation und den Auflagen für Veranstaltungengalten für den Eintritt die 2G+-Auflagen. Wir hatten gerade am 22.12. die Boosterimpfung bekommen, da waren wir also auf der sicheren Seite. Für den Eintritt musste man sich für einen gewissen Zeitbereich anmelden, zu dem dann der Einlass möglich ist. Bei einer Vorbeifahrt hatten wir vor ein paar Tagen bereits gesehen, dass sich vor dem Eingang lange Schlangen gebildet hatten, aber da die Wetteraussichten relativ schlecht waren, waren wir relativ guter Hoffnung, dass der Andrang schon nicht so groß sein würde. Weit gefehlt! Nicht nur hinsichtlich des Andranges, sondern auch was das Wetter anging. Es schüttete! Und die Warteschlange zog sich in Schleifen quer über den Parkplatz, bis hinten in die Allee hinein. Glücklicherweise war die Kontrolle wirklich professionell (mit Ausweiskontrolle!) und mit ausreichernder Anzahl an Kontrolleuren, so dass die Warteschlange sich mit beachtlichem Tempo vorwärtsbewegte.

Wir waren also relativ bald auf der Insel, wir hatten beide unsere Kameras dabei, wegen des zu erwartendenden Regens allersdings nur mit Allroundzoom, um keine Objektive wechseln zu müssen, und - weil die Illumination zwangsläufig bei Dunkelheut stattfindet - Stative. Ich muss allerdings zugeben, dass für mich hier alles zusammenkam und ich um ein Haar auf dem Fuße umgekehrt wäre. Zu viele Leute, Touristenkitsch, überall nervtötende Musik, immer wieder warten müssen, im Weg herumstehende Leute, und obendrauf der Regen. Ich kam mit der Belichtungssituation und der neuen Kamera nicht zurecht, und das Stativ war eine zusätzliche Herausforderung. Besser wurde es erst, als ich mich entschlossen hatte, die Kamera Kamera sein zu lassen und einfach mit dem iPhone Photos zu machen - was es erstaunlich gut kann. So konnte Anna mit Ihrer Kamera und dem Stativ ungestört Aufnahmen machen, und ich mit dem Handlich.

Irgendwo hinter dem Schloß hatte der Regen dann endlich aufgehört und ich hatte mich wieder ein wenig entspannt, so dass ich auch wieder genügend Geduld aufbringen konnte, mich mit der Kamera zu beschäftigen - und das funktionierte dann auch wunderbar.

Zusammenfassend gab es ein paar wenige sehr schöne Illuminationen, und eine Menge zum Weglaufen verleitenden, entsetzlichen Touristenkitsch! Alleine die Menschenmassen sind für mich schon ausreichend Anlaß genug, die gesamte Insel zu meiden. Hin und wieder geht das mal. Rückblickend hätten wir einfach den allerletzten Einlaßslot buchen und uns sofort zurückfallen lassen sollen, so dass wir die Insel mehr oder weniger für uns alleine gehabt hätten. Ganz so schlecht, wie es sich liest, war es nicht, aber die Erwartungen hat die Veranstaltung definitiv nicht erfüllt. Für die beleuchtete Allee alleine hat es sich zwar fast schon gelohnt. Die besten Aufnahmen haben wir jedoch erst ganz am Ende am Ufer und auf der Brücke gemacht - diese Aufnahmen hätten wir also auch in irgendeiner anderen Nacht des Jahres machen können.

Auf den beiden Photos sieht man das gegenüberliegende Ufer, auf dem unteren von Überlingen bis Klosterkirche Birnau, auf dem oberen zusätzlich auch noch die Lichter von Litzelstetten oben am Hang.

Es hat sich also so einigermassen gelohnt. Für mich war es schwer zu ertragen, aber die Aufnahmen haben dafür entschädigt.

2021-12-29

Kameratasche

Das ging jetzt fast ein wenig schnell…

Ende November, am Black Friday, habe ich mir eine Sony alpha 7C mit einem 50mm f2,5 G und einem 24mm f2,8 G zugelegt. Eine einigermaßen kompakte Kamera mit zwei kompakten Objektiven. Nicht die lichtstärksten, aber gute Qualität, klein und leicht - ideal, wenn man mit dem VM unterwegs ist und nicht viel Gewicht transportieren will.

Andererseits ist das Wechseln von Objektiven immer mit dem Risiko des Verstaubens des Sensors verbunden, und sowieso ist das beste Objektiv immer das, das man an der Kamera hat. Muss man erst das Objektiv wechseln, ist der Moment oder gar das gesamte Motiv weg. So kam recht schnell noch ein universelles Zoomobjektiv dazu, mit dem man geschätzt 95% aller Situationen einfangen können dürfte. Das ist leider nicht ganz so leicht und klein wie die oben genannten Linsen, aber man kann nun einmal nicht alles haben. Es reihte sich ein 24-105mm f4 G als dritte zu den ersten beiden Linsen hinzu.

Und letzte Woche stolperte ich noch über eine vierte. Da mir klar war, dass ich mir diese sowieso früher oder später kaufen würde und ich sie somit also auch gleich mitnehmen könnte, habe ich genau das getan und mir mit dem 90mm f2,8 G auch noch ein Makroobjektiv angeschafft.

Diese Woche hatte Anna bei eBay-Kleinanzeigen zwei Stative gefunden, ein Dreibein- und ein Einbeinstativ. Letzteres hat sie selber bereits, insofern wussten wir, dass das eine gute Wahl war.

What’s in my bag?

Früher, als Schüler, hatte ich wesentlich länger gebraucht, um mir für meine Nikon F3 die verschiedenen Objektive und alles Zubehör zusammenzusuchen. Schon vollkommen irre, wenn man sich das klar macht, dass es jetzt nicht einmal einen Monat gedauert hat, dass ich mir mehr oder weniger die komplette Ausrüstung zusammengesucht habe. Wobei… Das wird sicherlich nicht das letze Spielzeug gewesen sein, von dem ich irgendwann einmal der Meinung sein werde, dass ich es jetzt unbedingt brauche.

2021-12-24

Staub

Seht Ihr die blauen Punkte im Himmel?

Sensorstaub

Genau. Staub. Auf dem Sensor… So lernt man, dass man die Kamera beim Objektivwechsel mit der Öffnung nach unten hält, und nicht nach oben. Und überhaupt aufpasst, wo man das Objektiv wechselt, wie lange und wie oft man das macht. Auch das Objektiv natürlich, das sollte man auch nicht so unbedacht ohne Deckel oben offen stehen lassen.

Auch hier - die Punkte wieder an exakt den selben Positionen:

Sensorstaub

Man lernt. Einiges Püstern mit dem Blasebalg und einige Zyklen “Sensor reinigen” aus dem Kameramenü - brrrrrr vibriert der Sensor - später, sieht es schon wieder sehr viel besser aus.

So einen Schreck braucht man wirklich nicht, vor allem nicht schon knapp zwei Wochen, nachdem man sich das Schätzchen angelacht hat. Demnächst also ein wenig vorsichtiger sein.

Edit 2021-12-24:

Die netten Herren im Lichtblick haben den Sensor freundlicherweise gereinigt, nachdem mir nneulich noch ein “Unfall” mit feuchter Aussprache in der falschen Richtung geschehen war.

2021-12-16

Kamerabrautschau

Von ca. 1985 bis etwas über 2000 hinaus war die Photographie mein großes Hobby. Zwischendrin war mir mal die Kamera samt Tasche gestohlen worden, wodurch ich erstmal eine Zwangspause machen musste, und irgendwann hat sich das im Berufsleben dann verlaufen.

In der letzten Zeit blüht das alte Interesse aber wieder auf. Vor allem seitdem Mobiltelefone immer bessere Kameras haben, nahezu schon Kameras sind, habe ich immer mehr Bilder gemacht und wieder Spaß daran gefunden. Das iPhone 13 Pro mit seinen 3 Linsen ist zwar schön und gut und man kann tolle Bilder damit machen, aber das hat mich, glaube ich, letzten Endes jetzt wieder Blut lecken lassen.

Seit ein paar Wochen schaue ich auf Youtube jede Menge Videos, die Vor- und Nachteile verschiedenster Kamerahersteller, Modelle und Bauweisen aufzeigen, erklären, preisen oder wegzureden versuchen. Jede Menge fanboyism, aber hin und wieder auch mal bemerkenswert neutrale Berichte dazwischen.

So sitze ich hier, vergleiche Ausstattungsmerkmale, wäge ab, was ich haben will, oder besser: was ich nur glaube haben zu müssen und was man wirklich haben sollte. Dazu sei gesagt, dass ich damals auch sehr ordentlich unterwegs war, mit einer Nikon F-801 und einer Nikon F3 HP, mit mehreren Festbrennweiten, Blitz und Stativ, und zuhause hatte ich natürlich meine eigene Dunkelkammer. Wenn schon, dann richtig. Eine Kompaktkamera ist also von vorneherein schonmal ausgeschieden. Systemkameras? Sieht gut aus. APS-C oder Vollformat? Ja, und schon prallt man wie ein Pinball im Flipperkasten von den oben bereits erwähnten fanboy-Videos in Youtube von “unter Vollformat geht gar nichts!” zu “APS-C ist billiger” und wieder zurück hin und her. Ein Freund hat selber eine Sony alpha 6100 und ist sehr zufrieden, meine bessere Hälfte hatte sich vor drei Jahren erst eine Nikon Vollformat DSLR gekauft. So schwanke ich hin und her - Sony alpha 6400 oder doch eher 6600, oder vielleicht doch die Sony alpha 7C? Für die Preisdifferenz bekomme ich locker ein ordentliches Objektiv zusätzlich. Möglichst klein und leicht wäre ein Bonus - wenn man mit dem Velomobil in Urlaub fährt, dann ist das ein Faktor, glaubt mir das. Die 7C hat aber den identischen Formfaktor, aber schwerere und vor allem teurere Objektive. Die 6400 kann alles, was ich meine brauchen zu müssen, aber sie hat einen kleineren Akku, die 6600 und die 7C einen größeren. IBIS? Bringt für Videoaufnahmen, habe ich aus Videos herausgehört, nichts, sondern ist eher für Stillaufnahmen bei wenig Licht gedacht. So wäge ich halt ab und schwanke hin und her.

Bei Mediamarkt könnte ich noch bis Anfang nächsten Jahres über eine Sony Cashback-Aktion ein wenig Geld zurück bekommen, und nächsten Freitag ist Black Friday - was es dann für Angebote geben wird, werde ich wohl abwarten müssen.

Weiter oben hatte ich bemerkenswert neutrale Videos, die ich auf Youtube gefunden hatte, erwähnt. Zwei, die mir bei der Entscheidungsfindung sehr geholfen haben, wollte ich gerne verlinken:

Bis jetzt habe ich noch keine definitive Entscheidung getroffen.

2021-11-21

neue Kamera

Die Überschrift liest sich so reißerisch, aber “neu” ist das Modell beileibe nicht. Die Sony RX0 II, also die zweite Version der ursprünglichen Sony RX0, ist nun auch schon vor geraumer Zeit veröffentlicht worden, und zwar im April 2019. Was heißt das nun? Genau! Dass vermutlich kurz vor Weihnachten, in Q4/2021 oder Q1/2022 das Erscheinen der RX0 III bekannt gegeben werden wird. Ist doch immer so…

Sony RX0 II

Dieser Würfel ist weniger eine Actionkamera, was das Format ja vermuten lassen würde, als eher eine kleine und robuste Hosentaschen-Ultrakompaktkamera. Der Sensor ist der der RX100-Kompaktkamerareihe, und die Technik rundherum auch so ziemlich. Eine richtige Actionkamera wäre für Aufnahmen beim VM-Fahren vielleicht besser geeignet – nicht umsonst sagt man “Rappelkisten” zu den Dingern – aber ich mache eigentlich eher Fotos als Filme, weshalb mir die nicht so optimale Bildstabilisierung nicht so wichtig ist. Lieber eine kleine Kamera, die man dabei hat.

Je nachdem, wie es mir mit diesem neuen Spielzeug gefällt, schaffe ich mir dann vielleicht auch noch eine Sony α 6400 und Objektive an.

2021-11-10